Start Stall- und Betriebsordnung

ACHTUNG:

Aus gegebenem Anlass gilt auf der gesamten Anlage ausnahmslos Leinenpflicht für Hunde.

Stall und Betriebsordnung (aktualisiert April 2012)

I. Allgemeines

 

  1. Zur Reitanlage gehören: die Stallungen, die Reithalle, der Aussenplatz, der Parkplatz und die Weiden.
  2. Unbefugten ist das Betreten der Ställe, Sattelkammern, Heulager und alle sonstigen Nebenräume nicht gestattet.
  3. Das Rauchen in den Ställen sowie der Scheune und der Reithalle ist ausdrücklich und Feuerpolizeilich verboten.
  4. Hunde dürfen auf der Reitanlage nur angeleint mitgeführt werden. Die Hunde müssen allen Menschen und Tieren gegenüber friedlich sein. Jeder Hundehalter der seinen Hund mitbringt, muss eine entsprechende Versicherung haben. Die Hunde dürfen nicht im/am Wald frei laufen. Das gilt auch für die Hunde von euren Reitbeteiligungen, Familienmitgliedern, Tierärzten oder Besuchern, die sich auf der Reitanlage aufhalten.
  5. Wer trotz Verwarnung gegen die Stallordnung verstößt, kann von der Benutzung der Anlage ausgeschlossen werden.
  6. Der Betrieb haftet nicht für Unfälle, Verluste oder Schäden irgendwelcher Art, die insbesondere durch Privatpferde, Diebstahl, Feuer oder andere Ereignisse gegenüber Personen, Pferden oder anvertrautem Gut verursacht werden oder sonst wie an privatem Eigentum der Kunden oder Besucher entstehen, soweit diese Schäden nicht auf Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit seitens des Betriebes, seiner Erfüllungsgehilfen oder irgendwelcher sonstiger Hilfspersonen beruhen.
  7. In den jeweiligen Stallgassen, auf den Putzplätzen und Wegen ist von den Reitern für Ordnung zu sorgen, d. h. Pferdeäpfel usw. sind unverzüglich aufzufegen und in die entsprechenden Karren zu entsorgen. Medikamente, Fliegenspray, Öle usw. sind kindersicher weg zustellen.
  8. Zigarettenkippen gehören in die Aschenbecher und nicht auf den Boden.
  9. Die Weiden des Vollpensionsstalles werden ausschliesslich vom Betrieb entsprechend der Wetter- und Bodenverhältnisse freigegeben. Der Betrieb behält sich vor, diese Weiden z.B. bei Dauerregen zu sperren bzw. die Weidezeit nach Bedarf zu kürzen. Weidegang erfolgt nach Möglichkeit in Kleingruppen und nur in Ausnahmefällen einzeln.
  10. Die Paddocks stehen allen Einstallern zur Verfügung und sollten idealerweise abwechselnd genutzt werden.
  11. Jeder darf den anderen freundlich Begrüßen ;-).
  12. Pferdeanhänger und Transporter dürfen zeitnah eingeparkt werden.
  13. Beim Parken auf dem Hof bitte darauf achten das man keinen andern behindert und das alle Pferde noch bequem überall hindurch geritten / geführt werden können
  14. Wir alle waren einmal klein, haben Kinder oder Enkelkinder, somit ergibt sich für jeden von uns egal ob Reiter oder Elternteil eine ständige Wachsamkeit wo gerade welches Kind herumläuft, welche Gefahren wir dem Kind oder andere gerade aussetzen. Also jede Aufsichtsperson hat dafür sorge zu tragen, dass mögl. sich kein Pferd erschreckt egal ob in der Box oder unterm Reiter.
  15. Da wir Pferdefreunde um unsere Tiere wissen, ist es klar dass wir gerade mit jungen oder schreckhaften Pferden viel Abstand zu Kindern halten und freundlichst darauf hinweisen wenn Gefahr für Mensch und Tier besteht.
  16. Um Stolz auf unseren Nachwuchsreiter sein zu können, müssen wir sie Formen. Wenn alle aufeinander Rücksicht nehmen und allen "Nicht-Wissenden" freundlich darüber aufgeklärt werden, wie wir uns am besten in einem Reitstall verhalten, werden alle glücklich und zufrieden sein.
  17. Damit alles schön bleibt, wird einmal im Jahr während der Weidesaison gemeinschaftlich eine Stallputzaktion durchgeführt, bei der die Boxen gewaschen und frisch gekalkt werden.

 

 

II. Pensionspferde

 

  1. Der Betrieb vermietet Boxen für die Unterstellung von Pensionspferden
  2. Für die Einstellung ist ein besonderer Boxenmietvertrag abzuschließen. Diese Stallordnung ist in ihrer jeweils gültigen Fassung Bestandteil des Einstellvertrages.
  3. Für den Vollpensions-Stall gelten zwingend folgende Regeln:
    1. Die Pferde werden zu den jeweiligen Mahlzeiten alle gleichzeitig gefüttert- das gilt sowohl für Raufutter als auch für Kraftfutter, Müsli, usw., sonstiges Zusatzfutter wird von den jeweiligen Besitzern vor die Box gestellt und vom Betrieb verfüttert. "Wildes" füttern von einzelnen Pferden führt zu Futterneid und Unruhe im Stall.
    2. Die Koppeln werden vom Betrieb zugeteilt- eigenmächtiges verbringen der Pferde auf die Koppeln ohne Rücksprache ist nicht gestattet. Da wir hier auf der Anlage Stuten, Wallache und Hengste untergebracht haben, versteht sich das von selbst.
    3. Die Entwurmung der Pferde erfolgt 4 mal im Jahr nach einem Entwurmungsplan, wobei der komplette Bestand zur gleichen Zeit mit dem jeweils gleichen Präparat behandelt wird. Jeder Pferdebesitzer ist dazu eingeladen, die Koppel und das Paddock des jeweiligen Pferdes regelmässig von Pferdeäpfeln zu säubern- damit wird ein wichtiger Beitrag zur Parasitenkontrolle geleistet und die Haltungsbedingungen deutlich verbessert. ERGÄNZUNG: Seit 2014 wird unser Bestand selektiv nach vorhergehender Kotprobe entwurmt.
  4. Treten im Stall Seuchen oder ansteckende Krankheiten auf, welche den gesamten Pferdebestand gefährden, so ist der Betrieb berechtigt, nach Anhören von mindestens 2 Tierärzten alle zum Schutze der Pferde erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Widersetzen sich Pferdebesitzer diesen Anordnungen, so kann der Betrieb die sofortige Entfernung dieser Pferde verlangen.
  5. Für eingestellte Pensionspferde sind vom Halter angemessene Tierhalterhaftpflichtversicherung abzuschließen und als Nachweis dafür ist ein Kopie der jeweilig gültigen Versicherungspolice vorzulegen.

 



III. Reitordnung

 

  1. Die Reitanlage steht grundsätzlich zur Verfügung. Machen besondere Veranstaltungen oder Arbeiten es erforderlich, die Reitanlage oder Teile davon für den Reitbetrieb zu sperren oder einzuschränken, so wird das durch Aushang und/oder email bekanntgegeben.
  2. Die Beleuchtung der Halle ist entsprechend der Nutzung einzuschalten. D.h. für die alltägliche Arbeit oder freilaufen bei Dunkelheit bitte nur die mittlere Lampenreihe einschalten. Fürs Springen bzw. Freispringen oder anderen besonderen Veranstaltungen bitte nur die beiden äußeren Reihen schalten. Bitte beachten- häufiges ein- und ausschalten der Gaslampen verringert die Lebensdauer der Birnen erheblich und die Aufheizphase benötigt am meisten Strom- daher unbedingt häufiges ein-und ausschalten vermeiden! Ansonsten gilt auf der gesamten Anlage - LICHT AUS! wenn ihr nach Hause geht und die letzten seid - LICHT AUS! wenn niemand im Stall ist usw. usf.
  3. Longieren ist sowohl in der Halle als auch auf dem Außenplatz gestattet- wir bitten jedoch "Hufschlagverlagernd" zu longieren und darauf zu verzichten die Pferde an der Longe sich austoben zu lassen um den Boden zu schonen. Löcher im Boden sind mit geeignetem Werkzeug zu schließen.
  4. Vor Betreten und Verlassen der Reithalle hat der Reiter auf sich aufmerksam zu machen (Tür frei? - Ist frei.). Das Aufsitzen oder reiten in der Stallgasse ist nicht gestattet.
  5. Halten und Schritt auf dem Hufschlag sind untersagt, wenn mehr als 1 Reiter die Bahn nutzt. Der Hufschlag ist stets für Trab- und Galoppreiten freizumachen; hierbei ist ein Zwischenraum von 2,50 m (3 Schritt) einzuhalten.
  6. Wird die Bahn von mehreren Reitern benutzt, so ist aus Sicherheitsgründen ein Abstand von wenigstens einer Pferdelänge erforderlich. Beim Überholen wird auf der Innenseite vorbeigeritten. Nach Ermessen ordnet der älteste Reiter nach angemessenem Zeitraum an: "Bitte Handwechsel". Dieser Anordnung ist sofort Folge zu leisten.
  7. Reiten auf der entgegengesetzten Hand ist nur zulässig, wenn sich nicht mehr als 7 Reiter in der Bahn befinden und alle zustimmen. Hierbei ist stets rechts auszuweichen. Ganze Bahn hat Vorrang vor Zirkel- und Wechsellinie. Springen ist nur nach Plan oder mit Einverständnis der weiteren anwesenden Reiter zulässig.
  8. Die Benutzung der Hindernisse steht allen Reitern frei. Sie sind nach Benutzung an ihre Plätze zurückzustellen. Für Schäden an den Hindernissen kommt der betreffende Reiter oder Pferdebesitzer selbst auf. Schäden sind sofort zu melden.
  9. Beim Springen ist das Tragen einer splittersicheren Sturzkappe Pflicht.
  10. Vorrang haben in der Halle, wenn nicht anders laut Wochenplan geregelt, zuerst der Reitende dann der Longierende und zuletzt der der sein Pferd Laufen lassen möchte.
  11. NACH DEM REITEN GILT ES FÜR JEDEN REITER, DIE PFERDEÄPFEL SEINES PFERDES EINZUSAMMELN. Erfolgt kein absammeln der Pferdeäpfel durch die Reiter, wird der Hallenboden nicht abgezogen bzw. behält sich der Betrieb vor die Halle bis auf weiteres zu sperren.
  12. Nach dem freilaufen lassen, wälzen lassen oder longieren eines Pferdes sind alle Unebenheiten mit dem Rechen glatt zu rechen.
  13. Für alle Unterrichtgebende Personen gilt: Sei bitte nur so laut wie nötig und nicht so laut wie möglich.
  14. Wenn jemand eine Turnieraufgabe reiten möchte, sollte jeder andere mitreitende versuchen hierauf Rücksicht zunehmen. Aber Jemand der seine Turnieraufgabe üben möchte sollte vorher einplanen, dass man dies nicht zu einer Zeit machen sollte wo die Halle hoch frequentiert ist. Zudem muss man Vorher mit den Mitreitenden sprechen ob man das Jetzt oder lieber 15 min. später macht. Das gilt selbstverständlich für jegliche Art von Aufgaben reiten egal ob auf 40m oder 60m geritten wird oder ob man ein mal kurz die Halle auf 40m abtrennen möchte.
  15. Wenn junge Pferde oder Hengste in der Halle geritten werden sollte jeder verstehen, dass man ein bisschen mehr Abstand hält und Rücksicht nimmt als zu „alten Hasen“, Wallachen oder Stuten. Aber Jeder der ein junges Pferd oder einen Hengst reitet, weiß selber dass man dies mögl. zu einer Zeit einplant wo wenig in der Halle los ist.
  16. Am besten geht alles immer miteinander, dass heißt wer sich untereinander abspricht und einander entgegen kommt wird auch am meisten Spaß und Freude am Reitsport haben.
  17. Die vorgenannten Bedingungen gelten sinngemäß für die Außenanlagen.

 



IV. Reiten im Gelände

 

  1. Reite nur auf den nach geltendem Recht hierfür freigegebenen Wegen und Straßen, niemals querbeet, wenn dafür keine besondere Erlaubnis des Eigentümers vorliegt.
  2. Bei Dunkelheit ist Beleuchtung mind. nach vorne wie nach hinten mitzuführen.
  3. Bei Begegnung mit anderen Reitern oder Fußgängern ist Schritt zu reiten.
  4. Im übrigen gelten für den fairen Reiter im Gelände folgende Gebote und Regeln:
  5. Verschaffe dem Pferd täglich hinreichend Bewegung und gewöhne es vor dem ersten Ausritt an die Erscheinungen im Straßenverkehr.
  6. Verzichte nicht auf die Sturzkappe.
  7. Kontrolliere den verkehrssicheren Zustand von Sattel und Zaumzeug.
  8. Vereinbare die ersten Ausritte mit anderen Reitern; in der Gruppe ist der Ausritt sicherer.
  9. Verzichte auf einen Ausritt oder nimm entsprechende Umwege in Kauf, wenn Wege durch anhaltende Regenfälle oder Frostaufbrüche weich geworden sind und nachhaltige Schäden entstehen können.
  10. Melde unaufgefordert Schäden, die immer einmal entstehen können, und regele entsprechenden Schadensersatz.
  11. Sei freundlich zu allen, die Dir draußen begegnen. Verschaffe dem Reitsport Sympathien, keine Gegner.

ACHTUNG: Bitte denkt daran, dass auch wir Reiter verpflichtet sind auf Straßen die Hinterlassenschaften unserer Pferde zu entfernen. Wir sind zwar hier auf dem Land- aber es gibt genügend Leute die sich für ein Leben auf dem Land entschieden haben, ohne die damit verbundenen Umstände akzeptieren zu wollen. Wenn sich früher die Gartenbesitzer noch auf den Weg gemacht haben, Pferdemist für ihre Beete und Rosen zu besorgen, so wird es heute gerne als Zumutung angesehen wenn sich ein Pferd erdreistet innerorts zu erleichtern.

Ein Auszug aus dem Gesetz: §32 StVO Verkehrshindernisse

(1) Es ist verboten, die Straße zu beschmutzen oder zu benetzen oder Gegenstände auf Straßen zu bringen oder dort liegen zu lassen, wenn dadurch der Verkehr gefährdet oder erschwert werden kann. Der für solche verkehrswidrigen Zustände Verantwortliche hat sie unverzüglich zu beseitigen und sie bis dahin ausreichend kenntlich zu machen...


Nach einer Verwaltungsvorschrift hierzu gilt dies insbesondere auch für Viehkot.
Eine solche Gefährdung oder Erschwerung ist bei Tierkot gegeben, denn insbesondere bei Nässe kann sich ein rutschiger Schmierfilm bilden.
Muss der Kot entfernt werden, geschieht dies grundsätzlich auf Kosten des Verantwortlichen.

Geringfügige Behinderungen bleiben allerdings außer Betracht. Es kommt also auf die Größe des Haufens (Verschmutzungsausmaß) und seine Lage (Position, Bedeutung, Nutzung der Straße) an.
Eine konkrete Erschwerung bzw. Gefährdung des Verkehrs ist aber nicht erforderlich.


Der Reiter kann zwar die Ausscheidung nicht verhindern, seiner Beseitigungspflicht tut dies allerdings keinen Abbruch. Das Gesetz verlangt nicht eine sofortige sondern eine unverzügliche Beseitigung, so dass der Reiter zum Stall zurück reiten kann, um dann mit geeignetem Werkzeug dem Haufen zu Leibe zu rücken.

Diese Reinigungspflicht entfällt nur bei Feldwegen oder Privatwegen.